Hilfe! Mein Bauch wächst!

Leben in deinem Bauch? Was für tolle Neuigkeiten! Aber was machst du, wenn du trotzdem selbstgemachte Kreationen während deiner Schwangerschaft tragen möchtest? Wir zeigen dir hier die verschiedenen Möglichkeiten.

Oberteile verlängern

Bei Oberteilen wird das Vorderteil verlängert und in der Seitennaht zusätzliche Weite eingefügt.
• Die MV-Linie um +/- 8 cm verlängern.
• Du misst an der +/- 2,5 cm nach außen und zeichnest die Seitennaht als fließende Linie neu ein. Achte darauf, dass die Länge der neuen Seitennaht der Seitennaht des Rückenteils entspricht.
• Diese Saumlinie neu einzeichnen. Darauf achten, an der VM eine senkrechte Ecke einzuzeichnen, um eine schöne runde Saumlinie zu bekommen.
• Jetzt ist das Schnittmuster fertig: jetzt rundum die Nahtzugabe einzeichnen und es anschließend ausschneiden.
• Genäht wird genau wie in der ursprünglichen Arbeitsanleitung.

Anzuwenden bei:

    • Pullover „Aster“ (Heft 3, Mai-Juni 2016)
    • Top „Dusty“ (Heft 5, Sept-Okt 2015)
    • Bluse „Alice“ (Heft 4, Juli-Aug 2015)
    • Top „Harley“ (Heft 1, Jan-Feb 2015)
    • Pullover „Fenna“ (Heft 1, Jan-Feb 2018)
    • Top „Kimmy“ (Heft 2, Jan-Feb 2019)

In der Seitennaht kräuseln

Nimmt dein Bauchumfang nach und nach zu, dann kannst du mit einer Verlängerung des Vorderteils und einer Kräuselung in der Seitennaht mehr FÜlle hinzufügen.

• +/- 23 cm unter dem Halspunkt eine horizontale gerade Linie einzeichnen.
• Das Schnittmuster an dieser Linie entlang durchschneiden.
• A2 +/- 8 cm (oder 10 cm für einen größeren Bauchumfang) nach unten schieben. Achte darauf, dass die VM-Linie gerade verläuft.
• Ein Stück Schnittmusterpapier unter beide Schnittteile kleben. Auf der Schnittlinie von A1 und 5 cm oberhalb der Saumlinie von A2 eine Markierung einzeichnen.
• Die VM- und die Seitennaht neu einzeichnen.
• Jetzt ist das Schnittmuster fertig: rundum die Nahtzugabe einzeichnen und es anschließend ausschneiden.

• An beiden Seitennähten des Vorderteils werden jetzt mit Kräuselfäden mit einer großen Stichlänge von Markierung zu Markierung gesteppt.

• Vorsichtig an den Fäden ziehen, so dass Kräusel entstehen. Den Stoff kräuseln, bis die Seitennaht des Vorderteils an die des Rückenteils passt.

• Im Abstand von 0,5 cm annähen.
• Ab hier der ursprünglichen Arbeitsanleitung folgen.

Anzuwenden bei:

  • Pullover „Aster“ (Heft 3, Mai-Juni 2016)
  • Kleid „Kyoto“ (Heft 1, Jan-Feb 2016)
  • Kleid „Lina“ (Heft 4, Juli-Aug 2015)
  • Top „Harley“ (Heft 1, Jan-Feb 2015)
  • Kleid „Harlequin“ (Heft Winter 2013/2014)
  • Kleid „Cara“ (Heft 5, Sep-Okt 2018)

Tipp: Diese Anpassung ist auch beim Rock „Kristy“ (Heft 6, Nov-Dez 2015) möglich. Das Schnittteil für das Vorderteil +/- 8 cm unterhalb des Taillenbunds durchschneiden und +/- 8 cm hinzufügen.

Breites elastisches Taillenband einfügen

Anzuwenden bei:
• Leggings „Roxie“ (Heft Herbst 2014)

Diese Anpassung ist ideal, um deine Lieblingsleggings „fit für den Bauch“ zu machen. Du setzt einfach ein großes Stück Bündchenstoff ein (mit etwas Fantasie kann diese Anpassung auch bei anderen Hosen und Röcken durchgeführt werden).

• Auf dem Schnittmuster für das Hosenbein A den Pfeil für den Fadenlauf bis zur Taillenlinie verlängern. Das Schnittmuster der Leggings „Roxie“ hat oben einen angeschnittenen Beleg für den Tunnelzug, der umgeschlagen werden muss. Dieses Teil streichen, denn das brauchst du nicht.
• Auf der VM-Linie 12 cm unterhalb der Taillenlinie und auf der RM-Linie 8 cm unterhalb der Taillenlinie einen Punkt markieren. Auch auf dem Pfeil für den Fadenlauf einen Punkt 8 cm unterhalb der Taillenlinie markieren.
• Die Punkte mit einer fließenden Linie verbinden (rote gestrichelte Linie in der Zeichnung). Achte darauf, sowohl an der VM als auch an der RM eine senkrechte Ecke einzuzeichnen.
• Dann den unteren Rand des Hosenbeins auf Schnittmusterpapier zeichnen. Die rote gestrichelte Linie ist er neue obere Rand des Schnittteils. Anschließend 1 cm an Nahtzugabe am oberen Rand und an den Seitenrändern sowie 2 cm an Saumzugabe einzeichnen. Das Schnittmuster ausschneiden.

• Ein neues Stück Schnittmusterpapier an den oberen Rand des Hosenbeins A legen.
• Vom neuen VM-Punkt eine senkrechte 24 cm lange Linie nach oben zeichnen, parallel zum Pfeil für den Fadenlauf.
• Am oberen Ende eine gerade horizontale Linie einzeichnen.
• Anschließend eine gerade senkrechte Linie nach unten bis zum neuen RM-Punkt einzeichnen.

• Den VM- mit dem RM-Punkt mit derselben gestrichelten roten Linie verbinden und den Pfeil für den Fadenlauf übertragen.

• Das Schnittmusterpapier anschließend an der oberen horizontalen Linie doppelt nehmen und das soeben gezeichnete Teil spiegeln. An der VM-Linie das Symbol fÜr den Stoffbruch einzeichnen.
• Jetzt ist das Schnittmuster soweit fertig, dass du rundum die Nahtzugabe einzeichnen kannst. VM: 0 cm (am Stoffbruch) – rundum: 1 cm. Das Schnittteil (B) anschließend aus einem ausreichend elastischen Bündchenstoff zuschneiden.

• Zunächst die Zwischenbeinnähte und die Sitznaht beider Hosenbeine (A) laut der ursprünglichen Arbeitsanleitung nähen.

 • Den neuen Taillenbund (B) an der VM-Linie doppelt nehmen, wobei die rechte Stoffseite innen liegt, und die RM-Naht nähen. B anschließend der Länge nach doppelt nehmen, die rechte Seite des Stoffes liegt außen.

• B Über den oberen Rand der Hose schieben, so dass die nicht versäuberten Ränder aufeinander liegen (die Falte von B liegt also unten). Die Naht mit einem Stretchstich nähen und danach mit einem Zickzackoder Overlockstich versäubern.
• Den Saum der Hosenbeine laut der ursprünglichen Arbeitsanleitung fertigstellen. Fertig!

Keine zusätzliche Arbeit!

Diese Schnittmuster kannst du bis zum Ende des 6. Monats (oder auch noch länger) tragen, ohne Anpassungen vornehmen zu müssen:
• Kleid „Camilla“ (Heft 4, Juli-Aug 2016)
• Kleid „Fran“ (Heft 3, Mai-Juni 2016)
• Kleid „Breeze“ (Frühling 2014)