9 Tipps für einen Badeanzug aus Elastan

Wenn Sie Ihren Badeanzug selber herstellen möchten, empfehlen wir als Material Elastan (im Allgemeinen Lycra genannt). Es ist super dehnfähig, liegt eng am Körper an, ohne die Beweglichkeit einzuschränken, und trocknet sehr schnell. Ein Muss für große und kleine Badefreunde!

Den richtigen Stoff auswählen

Legen Sie im Stoffladen Ihre Hand unter den Stoff. Wenn Sie Ihre Finger von der anderen Seite sehen, sollten Sie sich weiter umsehen: Sie möchten doch keinen Badeanzug, der durchsichtig ist, wenn er nass wird! Außerdem sollten Sie Lamé-Stoffe und Stoffe mit Pailletten vermeiden. Sie sehen zwar super aus, sind aber weder gegen Chlor noch gegen Salz beständig.

Überlegen, in welche Richtung der Stoff an dehnbarsten ist

Siegrid Vervaeke, Lehrerin an der „Lingerie Academie“ in Scherpenheuvel-Zichem (Flämisch-Brabant), erklärt, dass Elastan in beide Richtungen dehnbar ist. „Man muss überlegen, in welche Richtung der Stoff am dehnbarsten ist, so wie man auch den Fadenlauf überprüft, bevor man mit der Herstellung eines Kleidungsstückes beginnt. Dabei achtet man auf die Elastizität und die Art, wie man den Stoff auf das Schnittmuster legt.

Einen Rollschneider und eine Schneidematte verwenden

Mit dem Rollschneider kann man problemlos Kurven in das Elastan schneiden, und auf der Schneidematte mit Wattierlineal kann man im Handumdrehen Träger zuschneiden (auch sehr dünne).

Das richtige Futter auswählen

„Am besten sollte man mit einem speziellen Futter für Bademode arbeiten“, betont Siegrid Vervaeke. „In bestimmten Fällen kann man auch einfaches Elastan als Futter verwenden, aber Achtung bei Motiven, die durch den Stoff durchscheinen können. Verwenden Sie das gleiche Futter für den Schritt, da es genauso schnell trocknet, wie der Rest des Badeanzugs.“

Spezielles Gummiband verwenden

Auch die Wahl des Gummibandes ist extrem wichtig, wenn man keinen Badeanzug möchte, der beim Baden auseinandergeht. „Es ist wichtig, mit einem speziellen Gummiband aus Kautschuk zu arbeiten, das nicht auf Chlor und Sand reagiert“, rät Siegrid Vervaeke. Gummibänder aus Kautschuk gibt es in verschiedenen Größen, aber nur wenigen Farben (wie weiß, grau und schwarz). Zum Glück ist es Gummiband für gewöhnlich im Inneren der Naht verborgen. Völlig unsichtbar!

Ein zusätzlicher Tipp: Nähen Sie auch ein Gummiband in Ihre Träger aus Lycra, um sie zu verstärken.

Verwenden Sie vorzugsweise eine Stretch-Nadel Nr. 75

Sie ist dünn genug, um den Stoff nicht zu beschädigen. Ansonsten riskieren Sie Löcher im Stoff. Für das Gummiband aus Kautschuk sind die Stretch-Nadeln jedoch eventuell nicht spitz genug. In dem Fall benötigen Sie Microtex-Nadeln.

Die Körbchen nähen

Unsere Expertin sagt dazu: „Man kann einen Bikini sehr gut nach einem Schnittmuster für einen BH schneidern. Mit oder ohne Bügel.“ Für das Futter sollte man einen Stoff auswählen, der gut stützt und schnell trocknet.

Ein zusätzlicher Tipp: Indem man die Polsterung in den Körbchen nass macht, kann man überprüfen, ob sie sich bei Berührung mit Wasser verformt, und ob sie schnell trocknet.

Den richtigen Verschluss wählen

Natürlich darf man als Verschluss keine Hakenverschlüsse verwenden. Auch sie sind nicht für den Kontakt mit Salz, Chlor und Sonne gemacht. Für Bademode gibt es spezielle Verschlüsse, die meistens aus Kunststoff oder einem behandelten und rostfreien Metall sind.

Bauschgarn verwenden

Für den Spulenfaden eignet sich besonders Bauschgarn, da es sehr dehnbar ist. Wenn man dehnbare Nähte möchte, kann man es auch als Nadelfaden benutzen. Dafür eignet sich jedoch ebenso gut ein Polyestergarn.

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Quelle: www.eclipse-lingerie-studio.com.