6 Tipps für nachhaltigeres Nähen

Wenn man seine eigene Kleidung näht, wendet man sich bereits von der Fast Fashion und ihren zerstörerischen Auswirkungen für unseren Planeten ab. Manchmal ist das aber nicht genug. Wenn ihr eure Klamotten verantwortungsbewusst herstellen möchtet, haltet euch an folgende Tipps.

Stoffe nutzen, die ihr bereits habt

Im vergangenen Jahr hat die britische Bloggerin Kate von Timetosew.uk eine Näh-Challenge für ihre Community gestartet. Das Ziel? Sie wollte ihre Follower dazu anspornen, Stoffe für ihre Nährprojekte zu verwenden, die sie bereits besitzen, damit weniger neue Stoffe gekauft und somit hergestellt werden. Habt ihr auch Lust, euch der Herausforderung zu stellen? Teilt eure Kreationen in den sozialen Netzwerken und verwendet dabei den Hashtag #MakeYourStash

Aus zweiter Hand kaufen

Wenn ihr keine Stoffe zuhause habt, hat eine andere Schneiderin/ein anderer Schneider sicherlich welche für euch! Ihr könnt Textilien aus Second-Hand-Läden oder im Internet kaufen (Facebook Marketplace usw.) Andersherum könnt ihr auch andere glücklich machen und Platz in eurem Atelier schaffen, indem ihr Stoffe verkauft (oder verschenkt), die ihr nicht mehr braucht.

Kleidungsstücke reparieren

Unsere Kleidung verrät, wer wir sind, sie erzählt Stationen unseres Lebens … Man sollte sie auf keinen Fall wegwerfen, nur weil sie zu alt ist. Man sollte sie (und die damit verbundenen Erinnerungen) in Ehren halten, und sie kreativ reparieren. Beispielsweise könnte man das Loch am Knie der Lieblingsjeans mit einem Flicken vom Lieblingsstoff abdecken.

Teile von alten Kleidungsstücken wiederverwenden

Klamotten, die ihr nicht mehr tragt, verstopfen euren Kleiderschrank? Und den eurer Freundinnen auch? Da sie wahrscheinlich sowieso im Müll landen, könnt ihr die Abfallmenge reduzieren, indem ihr die Reißverschlüsse, Knöpfe, BH-Bügel usw. sammelt und sie für selbstgenähte Kleidung verwendet. Eine schöne Art, die Abfallmenge zu verringern und sich dabei mit Nähaccessoires einzudecken …

Deine Waschgewohnheiten ändern

Eine Waschmaschine verbraucht pro Waschgang heutzutage fast 40 Liter Wasser (früher waren es bis zu 100 Liter!). Ein Wäschetrockner verbraucht fünfmal mehr Energie. Trocknet eure Kleidung also an der Luft. Um die Kleidung zu schonen und ihre Lebensdauer zu verlängern, solltet ihr euch die Waschhinweise auf jedem Kleidungsstück gut durchlesen und es gegebenenfalls in einem Wäschenetz waschen (manchmal reicht sogar kaltes Wasser). Außerdem solltet ihr den Kauf eines Waschballs in Betracht ziehen. Er schützt vor Wasserverschmutzung, indem er die Mikrofasern aus unseren Kleidungsstücken aufnimmt, die so nicht wieder in den Wasserkreislauf gelangen.

Stoffreste für Accessoires nutzen

Ihr habt ein Kleid genäht und habt noch Stoffreste übrig, mit denen ihr nichts anzufangen wissen? Seid kreativ! Füllt ein Kissen oder einen Hocker damit, macht eine Schminktasche daraus … die Möglichkeiten sind endlos. Und wenn der Stoff aus Naturfasern besteht, könnt ihr ihn kompostieren.

Quelle: www.seamwork.com

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